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Ernährungsmedizin


 

Deutliche
Assoziation
zwischen
Adipositas und
Krebsmortalität

 


Laut Resultaten einer prospektiven US-amerikanischen Studie ist starkes Übergewicht mit einer deutlichen Steigerung der allgemeinen Krebsmortalitätsrate assoziiert.

 
 

30.4.03

Dr. Eugenia E. Calle und Kollegen von der American Cancer Society in Atlanta, Georgia, untersuchten prospektiv Daten von über 900.000 US-Bürgern (404.576 Männer, 495.477 Frauen). Innerhalb eines 16jährigen Follow-ups verstarben 57.145 Personen infolge einer Krebserkrankung. Die Wissenschafter examinierten nach Adjustierung auf diverse Risikofaktoren die Relation zwischen BMI zu Studienbeginn (1982) und der Krebsmortalität.

Verglichen mit normalgewichtigen Probanden war das Risiko an einer Krebserkrankung zu sterben bei Männern mit BMI über 40kg/m um 52 Prozent gesteigert (RR = 1,52; 95% CI 1,13-2,05). Bei vergleichbar übergewichtigen Frauen stieg das Krebsmortalitätsrisiko um 62 Prozent (RR = 1,62; 95% CI 1,40-1,87).

Bei beiden Geschlechtern war ein hoher BMI mit einer Steigerung der Mortalitätsrate aufgrund eines Ösophaguskarzinoms, eines Kolon- und Rektumkarzinoms, eines Leber- und Gallenblasenkarzinoms, eines Pankreaskarzinoms und eines Nierenkarzinoms assoziiert. Die Mortalitätsrate aufgrund eines non-Hodgkin-Lymphoms und eines multiplen Myeloms war bei Übergewichtigen ebenfalls gesteigert.

Bei übergewichtigen Männern war das Mortalitätsrisiko infolge eines Prostatakarzinoms und eines Magenkarzinoms gesteigert, bei Frauen infolge von Mamma-, Uterus-, Zervix- und Ovarialkarzinomen.

Die Wissenschafter konkludieren, dass ein BMI über 40 mit einer deutlich gesteigerten Krebsmortalitätsrate bei Frauen und Männern assoziiert ist.
 

© 2003 www.medaustria.at
Quelle: N Engl J Med; 2003, 348: 1625-1638