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Cambridge
(pte, 02. Mär 2004)
Laut der Wissenschaftlerin
Judith Wurtman führt die Produktion
von Serotonin und seine Aktivierung im Gehirn zusätzlich dazu,
dass man sich satt fühlt bevor der Magen zu voll ist. Antidepressiva
aktivieren das Serotonin im Gehirn und verlängern diese Aktivität
um den Ausgleich von Stimmungen zu unterstützen.
Da Kohlehydrate
die Serotoninwerte ebenfalls erhöhen, wirken sie wie ein natürliches
Beruhigungsmittel. Das Team entdeckte, dass das Gehirn Serotonin
nur bildet, nachdem eine Person süße oder stärkehaltige Kohlehydrate
zu sich genommen hatte. Entscheidend sei, dass diese Kohlehydrate
mit nur wenig oder gar keinem Protein zu sich genommen werden.
So fördern Nudeln die Bildung von Serotonin. Die Kombination
von Huhn und Kartoffeln verhindert jedoch die Serotoninproduktion.
Das könnte auch erklären, warum sich manchmal auch nach großen
Mahlzeiten wie Steaks keine Sättigung einstellt. Ein Mangel
an Kohlehydraten wirkt sich bei Frauen stärker aus als bei
Männern, da sie im Gehirn über viel geringere Serotoninmengen
verfügen. Laut Wurtman brauchen bestimmte Menschen eine gewisse
Menge an Kohlehydraten, um ihre Stimmungen konstant zu halten.
Stimmungsschwankungen treten bei dieser Gruppe am späten Nachmittag
oder Abend auf. Dann brauchen sie etwas Süßes oder Stärkereiches.
Klinische Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Proteinen
diese Menschen mürrisch, gereizt und ruhelos macht. Fettiges
Essen wie Speck oder Käse sei jedoch keine Lösung.
pressetext.austria
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