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Dass ein exzessiv hohes Körpergewicht mit Krebs assoziiert ist, ist bekannt. Wie hoch die Assoziation zwischen dem BMI und verschiedenen Krebsarten ist, untersuchten Andrew Renehan und Kollegen der Universität von Manchester in einer Metaanalyse, die das Journal Lancet veröffentlichte.
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Zugrunde liegen 221 Datensätze aus 141 Artikeln mit 282.137 erkrankten Personen. Bei Männern war ein Anstieg des BMI um 5 kg/m2 streng mit Adenokarzinomen des Ösophagus, der Schilddrüse und der Nieren assoziiert. Pro 5 kg/m2 Gewichtszunahme bei Frauen erhöhte sich das Risiko für Adenokarzinome des Endometriums, der Gallenblase und des Ösophagus.
Schwächere positive Assoziationen ergaben sich zwischen erhöhtem BMI und Rektumkarzinom und malignem Melanom bei Männern und zwischen postmenopausalem Brustkrebs, Pankreakrebs, Schilddrüsenkrebs und Kolonkarzinom bei Frauen. Bei beiden Geschlechtern fanden sich häufiger Leukämien, multiples Myelom und Non-Hogkin-Lymphome.
Für das Kolonkarzinom ergaben sich bei Männern stärkere Zusammenhänge. Die Befunde waren in Studien aus Nordamerika, Europa, Australien und dem pazifischen Raum Asiens ähnlich, wobei Asiaten stärkere Assoziationen zwischen erhöhtem BMI und prä-und postmenopausalem Brustkrebs aufwiesen.
Ein erhöhter BMI steigert die Risiken für häufige und seltene Krebserkrankungen, zum Teil in Abhängigkeit von Geschlecht und Herkunft, so die Forscher.
Quelle: AG Renehan et al.: Body-mass index and incidence of cancer: A systematic review and meta-analysis of prospective observational studies. Lancet 2008; 371: 569-578
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