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London
(24. Mär 2005)
"Die Ergebnisse der Studie sind extrem beunruhigend und machen
Konsequenzen erforderlich. Eine bessere Aufklärung muss dafür
sorgen, dass junge Menschen die Informationen bekommen, die
sie brauchen um gezielte Entscheidungen bezüglich Sex und Partnerschaften
treffen zu können", erklärte Lisa Smosarski, die Leiterin der
Studie.
Bliss Magazine befragte 2.000 Mädchen mit einem durchschnittlichen Alter von
14,5 Jahren um deren Einstellungen zum Thema Sex und Liebe und ihre sexuellen
Erfahrungen zu eruieren. Die Befragung ergab, dass 22 Prozent der Mädchen bereits
Sex hatten und mehr als die Hälfte (55 Prozent) hatte auch weiterhin regelmäßig
mehr als einmal im Monat Sex. Nur sechs Prozent hatten nach ihrer ersten Erfahrung
keinen sexuellen Kontakt mehr. Die Hälfte der befragten Mädchen gab an, die Erfahrung
zu bereuen.
Der noch zu leistende Aufklärungsbedarf ist jedoch sehr groß, denn 70 Prozent
der Mädchen erklären, dass sie sich mehr Informationen wünschen. Nur sieben Prozent
gaben an, brauchbare Informationen von ihren Lehrern bekommen zu haben. Weitere
57 Prozent konnten nicht mit ihren Eltern über dieses Thema sprechen. Hauptinformationsquellen
zum Thema Sex für die Jugendlichen sind mit 44 Prozent Zeitschriften und Magazine
sowie Gespräche mit Freunden (33 Prozent). "Der Gruppendruck von Freunden spielt
ebenfalls eine große Rolle beim Thema Sex. Oft wollen die Mädchen nicht die letzte
Jungfrau in der Schule sein. Gleichzeitig sind sie aber emotional noch nicht
reif genug um mit der Situation umzugehen", erklärte Smosarski.
Der Großteil der befragten Mädchen hatte sehr traditionelle Ansichten zum Thema
Heirat und Liebe. 94 Prozent der Jugendlichen erklärten Liebe und Vertrauen sei
wichtiger als Sex und dass sie bis zu ihrem 25. Lebensjahr verheiratet sein wollen.
Ihre zukünftigen Kinder sollten auch erst nach der Heirat geboren werden (89
Prozent).
"Die Studie zeigt eine starke Dualität in der Gesinnung der Jugendlichen
auf. Einerseits entwickeln sie neue traditionelle Werte und wollen erst heiraten
und dann Kinder bekommen, doch andererseits haben sie heute schon sehr früh und
unter Alkoholeinfluss Sex. Darum ist es wichtig, dass sie über die Risiken einer
möglichen Schwangerschaft und sexuell übertragbare Krankheiten aufgeklärt werden.
Dabei muss die Regierung eine größere Verantwortung übernehmen", resümierte Jan
Barlow, der Vorsitzende der Sexual Health Charity
Brook.
pressetext.austria
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