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paradontitis

Frühgeburt-Risiko
für Frauen mit
Parodontitis
siebenfach erhöht

 


Der Parodontologe Prof. Michael J. Noack von der Universität Köln appellierte auf einer Veranstaltung der Zahnärztekammer in Köln für eine engere Zusammenarbeit zwischen Human- und Zahnmediziner.

 
 

Grund für seinen Appell sind Erkenntnisse, nach denen Parodontitis einen unabhängiger Risikofaktor für viele Systemerkrankungen darstellt und außerdem mit einer gesteigerten Frühgeburtenrate in Assoziation gebracht wurde. Auch die Ausbildungswege - sowohl in der Human-, als auch in der Zahnmedizin - sollten deshalb „drastisch verändert" werden, um mehr als bisher fachübergreifendes Wissen zu vermitteln, so Noack auf einer Veranstaltung der Kölner Universität und der Zahnärztekammer Nordrhein in Köln.

Epidemiologische Studien haben nach seinen Angaben eindeutig ergeben, dass das relative KHK- und Atheroskleroserisiko für Personen mit Parodontitis fast dreifach erhöht ist. Als Ursache dafür gilt eine von dem bakteriell entzündeten Zahnfleisch ausgehende Bakteriämie. Zum Beispiel haben, wie berichtet, US-Forscher herausgefunden, dass Thrombozyten bei Kontakt mit dem Parodontitis-Keim Porphyromonas gingivalis sofort verklumpen.

Außerdem gebe es aber auch Studienresultate, nach denen Parodontitis mit dem Auftreten von Pneumonien bei bettlägerigen Patienten und mit chronischen Atemwegserkrankungen zusammenhänge, berichtete der in Moers niedergelassene Zahnarzt Dr. Rüdiger Butz.

Darüber hinaus, so Noack, sei heute klar, dass Schwangere mit Parodontitis ein siebenfach höheres Risiko für Frühgeburten aufweisen als Frauen mit gesundem Zahnfleisch. Bei Frauen mit Kinderwunsch sollte deshalb stets eine zahnärztliche Untersuchung des Parodonts veranlasst werden und gegebenenfalls vor der Schwangerschaft eine Parodontitis-Therapie erfolgen.

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Quelle: Medpoint
 
 

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