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hormonersatztherapie diabetes

Hormonersatztherapie
könnte Diabetes-Risiko
reduzieren

 


Bei postmenopausalen Frauen mit koronarer Herzkrankheit unter Hormonersatztherapie liegt das Diabetes-Risiko 35 Prozent unter jenem von Frauen, die kein Ersatztherapie erhalten.

 
 

Dr. Alka M. Kanaya von der University of California in San Francisco und Kollegen evaluierten unter Einbeziehung von Daten aus der Heart and Estrogen/Progestin Replacement Study (HERS) den Langzeiteffekt einer Hormonersatztherapie auf das Diabetes-Risiko. 2.763 postmenopausale Frauen wurden durchschnittlich 4,1 Jahre beobachtet. Zu Studienbeginn waren 734 Probanden Diabetiker, bei 218 konnte ein gesteigerter Nüchternblutzucker diagnostiziert werden, 1.811 waren normoglykämisch.

Der Nüchternblutzucker-Wert war am Ende der Beobachtungszeit bei Frauen, die Östrogen und Progesteron erhielten, signifikant niedriger als bei Probanden der Plazebo-Gruppe. Die Diabetes-Inzidenz lag in der HRT-Gruppe bei 6,2 Prozent und bei Probanden der Plazebo-Gruppe bei 9,5 Prozent (p=0,006).

Die Wissenschafter konkludieren, dass eine Hormonersatztherapie bei postmenopausalen Frauen möglicherweise mit einer Reduktion des Diabetes-Risiko assoziiert sein könnte.

© 2003 www.medaustria.at
Quelle: Ann Intern Med; 2003, 138: 1-9