| |
Heidelberg (dpa), 05.10.2004
Die in klinischen Studien getesteten
Mittel hätten sich als
sehr wirksam erwiesen. Zudem hätten die Probanden sie gut vertragen.
Auch ernsthafte Nebenwirkungen seien nicht aufgetreten. «Es
wäre das erste Mal, dass man eine Impfung gegen Krebs hätte»,
sagte der Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher
Leopoldina, Volker ter Meulen. Nach den Worten Koutskys könnten
mit der Kombination mehrerer Impfstoffe rund 90 Prozent der
Fälle von Gebärmutterhalskrebs verhindert werden.
Gebärmutterhalskrebs ist weltweit der zweithäufigste Tumor bei Frauen. Er wird
durch so genannte humane Papillomviren, kurz HPV-Viren, verursacht. Zwar zählt
er in Deutschland nicht mehr zu den führenden Krebstodesursachen, weil Frauen
die Möglichkeiten der Vorsorge in Anspruch nehmen. Allerdings führt eine Diagnose
von Krebsvorstufen zu vielen Untersuchungen und Therapien.
Ärzte des Krebsforschungszentrums
und der Universität Göttingen arbeiten auch an einer Therapie gegen bösartige
Tumore bei Kindern. Es gebe Hinweise, dass sich bösartige Zellen des so genannten
Neuroblastoms durch bestimmte Substanzen in gutartige Zellen «umprogrammieren» ließen,
teilte die Universität Göttingen mit. Die Wirksamkeit müsse noch in Studien mit
mehr Patienten untersucht werden.
DPA
|