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Die Angst vor Infektionen bei einem IUD hat den Einsatz dieser
Verhütungsmethode in den letzten Jahren reduziert. Ärzte
in Los Angeles, Kalifornien, haben jetzt untersucht,
wie groß
das Infektionsrisiko tatsächlich ist, und ob sich dieses
Risiko durch eine prophylaktische Antibiotika-Gabe verringern
läßt. Die Ergebnisse der Studie sind in der aktuellen
Ausgabe des Journals The Lancet veröffentlicht.
Es wurden1.833 Frauen in die Studie aufgenommen. 918 von ihnen
erhielten eine Stunde vor dem Einsetzen des Copper T 380A
IUD 500mg Azithromycin oral verabreicht. 915 Probandinnen
bekamen ein Plazebo.
Die Frauen wurden 90 Tage nachbeobachtet. Dabei lag die Entfernungsrate
bei 3.8% (35/918) in der Verumgruppe und bei 3.4% (31/915)
in der Plazebogruppe. Während des Boabachtungszeitraumes
trat in jeder Gruppe bei je einer Frau eine Salpingitis auf.
Die prophylaktische Verabreichung von Azithromycin beeinflußt
nicht die Wahrscheinlichkeit, ob ein IUD vorzeitig entfernt
werden muß. Das Risiko einer Infektion im oberen Genitaltrakt
nach Einsetzen eines IUD ist nach Ansicht der Autoren vernachlässigbar
gering.
Quelle:
The Lancet, 1998; 351
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