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Ein
hoher Obst- und Gemüseverzehr hat eigentlich
keinen Einfluss auf das Eierstockkrebsrisiko. Jedoch gibt es
erste Hinweise darauf, dass Frauen, die viel Knoblauch und
Zwiebeln essen, ein verringertes Erkrankungsrisiko haben könnten.
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10.11.05
Die Wissenschaftler analysierten
in der europaweiten EPIC (European Prospective Investigation
into Cancer and Nutrition)-Studie
medizinische Daten und Ernährungsgewohnheiten von 325.640 Frauen
aus 10 verschiedenen europäischen Ländern. 581 der Frauen erkrankten
innerhalb des Studienzeitraumes von durchschnittlich 6,3 Jahren
an Eierstockkrebs.
Die Forscher untersuchten, ob die Obst-
und Gemüseaufnahme insgesamt, die Aufnahme von Obst oder Gemüse
allein, oder der Verzehr bestimmter Gemüsearten wie Kohl, Wurzelgemüse,
Knoblauch oder Zwiebeln die Entstehung von Eierstockkrebs beeinflussen.
"Obwohl
sich die Obst- und Gemüseaufnahme innerhalb Europas deutlich
unterscheidet - Südeuropäer essen wesentlich mehr Obst und
Gemüse als Nordeuropäer - konnten wir keinen Zusammenhang zwischen
einem hohen Konsum und dem Auftreten von Eierstockkrebs erkennen," so
Mandy Schulz aus dem Forscherteam der EPIC-Studie.
"Unsere
Ergebnisse deuten aber an, dass Frauen mit einem hohen Knoblauch-
und Zwiebelverzehr seltener an Eierstockkrebs erkranken." Allium-Gemüse,
wie Knoblauch, Zwiebeln, Lauch und Schnittlauch, enthalten
verschiedene bioaktive Substanzen wie organische Schwefelverbindungen,
denen Wissenschaftler neben anti-bakteriellen Effekten auch
eine anti-kanzerogene Wirkung zusprechen.
Wie diese Stoffe
im Organismus genau wirken, ist noch nicht ausreichend erforscht.
Denkbar wären Wechselwirkungen der Substanzen mit Stoffwechselenzymen,
die das Zellwachstum von Tumoren regulieren.
"Weitere Langzeitstudien
sind notwendig, um herauszufinden, ob tatsächlich ein Zusammenhang
zwischen dem Verzehr von Allium-Gemüse und dem Auftreten von
Eierstockkrebs besteht, oder ob andere, in dieser Studie nicht
untersuchte Obst- und Gemüsesorten für das Erkrankungsrisiko
eine Rolle spielen." sagt Heiner Boeing, Leiter der Potsdamer
EPIC-Studie.
"Auf jeden Fall sollte man nicht vergessen, dass
ein hoher Obst- und Gemüsekonsum das Risiko für andere Krebsformen
und insbesondere für kardiovaskuläre Erkrankungen senken kann."
Quelle: medizinauskunft.de
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