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Wien, 25. September 2003
Empfängnisverhütung in Österreich: Zuerst kommt die "Pille",
dann das "Kondom", schließlich die Spirale. - So sieht die
Hitliste der Methoden bei den Österreicherinnen im Alter zwischen
15 und 45 Jahren aus. Das ergibt sich aus einer repräsentativen
Umfrage von Fessel/GfK aus Anlass der Vorstellung des Verhütungspflasters
EVRA. Was beim Sex am meisten stört: Wenn der Partner die Socken
nicht auszieht.
In der Umfrage unter 900 Frauen in allen Bundesländern zeigte sich zunächst der
Wunsch der Frauen nach sicherer Empfängnisverhütung. Der Aussage "Ich möchte
Sex unbelastet erleben können, da muss man einfach sicher verhüten" stimmten
83 Prozent der Befragten "sehr" und 13 Prozent "eher" zu.
Ähnlich groß ist der
Wunsch nach besseren als den vorhandenen Kontrazeptiva. Dem Satz "Ich würde mir
wünschen, dass es bessere Verhütungsmethoden gibt", stimmten 28 Prozent der Frauen "sehr" und
30 Prozent "eher" zu.
Die Rangliste der von den 900 Frauen mit Partner verwendeten
Methoden zur Empfängnisverhütung:
* 41 Prozent benutzen die "Pille"
* 19 Prozent greifen zum Kondom
* 15 Prozent
verwenden die Spirale
* Sechs Prozent der Frauen haben sich sterilisieren lassen
* Fünf Prozent meinen, mit "natürlicher Familienplanung" unerwünschte Schwangerschaften
verhüten zu können
* "Aufpassen" ist für drei Prozent im Bett angesagt
* Drei Prozent der Männer haben sich sterilisieren lassen
* Hormonimplantate,
Monatsspritze (je zwei Prozent), Barrieremethoden und der Hormon-abgebende Verhütungsring
(je ein Prozent) landen abgeschlagen auf den Plätzen.
61 Prozent der Frauen gaben
an, schon auf die Einnahme der "Pille" vergessen zu haben. 54 Prozent berichteten
von unregelmäßiger Einnahme, 36 Prozent gaben gar an, innerhalb eines Monats
die "Pille" schon zwei Mal oder öfter vergessen zu haben. 23 Prozent vom Platzen
eines Kondoms.
Allerdings, selbst bei Unsicherheit bezüglich der Wirksamkeit der benutzten Verhütungsmethode
sagen 61 Prozent der Frauen und 62 Prozent der Männer, dass sie "nie" ein zusätzliches
Verhütungsmittel verwendeten, wenn sie unsicher waren, ob die "Pille" wirksam
war.
Störfaktoren
Die Österreicherinnen und ihre Partner und ihre Lust am Sex: Im Rahmen einer
weiteren Umfrage im Herbst 2002 unter Männern und Frauen sprachen die Probanden
freimütig über die Störfaktoren beim Sex:
* An erster Stelle rangiert hier bei
den Frauen, wenn der Partner Socken bei der Liebe trägt (48 Prozent stört das
sehr). Bei den Männern steht hingegen mangelnde Sicherheit in der Empfängnisverhütung
(36 Prozent "sehr störend") an oberster Stelle.
* Die eventuell mangelnde Verhütungssicherheit steht bei den Frauen unter Störfaktoren
(46 Prozent "sehr") an zweiter Stelle. Bei den Männern sind es die ominösen Socken,
die hier Rang zwei belegen (36 Prozent: sehr störend).
* An dritter Stelle kommt
Zeitdruck (für 36 Prozent der Frauen und 26 Prozent der Männer "sehr störend").
* Leistungsdruck ist den Österreicherinnen im Bett ziemlich verhasst (35 Prozent: "sehr
störend"). Doch auch bei den Männern (22 Prozent) schlägt dieser Faktor zu.
*
Routine beim zärtlichen tete-a-tete finden 30 Prozent der Frauen sehr unangenehm,
die Männer (18 Prozent) nehmen's da nicht so ernst.
* 16 Prozent der Frauen stört schließlich die Angst des Partners vor Impotenz "sehr",
die Männer finden das zu 14 Prozent ebenfalls sehr störend.
* Und schließlich: Je nur sieben Prozent stört Licht beim Sex so, dass sie sich
in die Geborgenheit der Nacht wünschen. (APA)
Standard.at
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