Rhode
Island (pte, 2. Juni 2003)
Moderater
Tabakkonsum der Mutter
während
der Schwangerschaft hat schwerwiegende Folgen für
die Entwicklung des Kindes. Zu diesem Ergebnis kommt
eine Studie
der Brown
University, Providence, Rhode Island. Untersucht
wurden 27 Neugeborene von Raucherinnen und 29 Kinder
von Müttern, die während der
Schwangerschaft nicht rauchten.
Die Kinder der Raucherinnen zeigten typische Entzugserscheinungen:
Sie waren nervöser, leichter erregbar und bedurften mehr
Pflege als die Neugeborenen von Nichtraucherinnen. Sie zeigten
darüber hinaus Veränderungen des Zentralnervensystems,
des Magen-Darm-Traktes und des Seh-Sinnes. Mit höherer
Nikotin-Dosis verstärkten sich die Symptome. Derartige
Verhaltensänderungen treten auch bei Neugeborenen auf,
deren Mütter während der Schwangerschaft Heroin
oder Kokain konsumiert haben.
Forscherin Karen Law erklärte: "Nikotin ist eine
legale Droge, die die selben toxischen Effekte hat wie illegale
Drogen." Laws Kollege, Dr. Barry Lester sagte, es ginge
dennoch mehr Gefahr aus von illegalen Drogen als vom Tabakkonsum.
Allerdings konsumieren Frauen bis zu sechs mal häufiger
Tabak als Heroin oder Kokain. Lester: "Erhält ein
durch Nikotin geschädigtes Neugeborenes Aufmerksamkeit
und Pflege, wird es sich normal entwickeln. Wir wissen aber
auch, dass dieses Baby ein hohes Risiko trägt, sich schlecht
zu entwickeln, wenn es in einer stressreichen, einkommensschwachen
Umgebung aufwächst."
Die Untersuchung wurde im Journal
Pediatrics veröffentlicht (Vol. 111, No. 6, S. 1318-1323)