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östrogen kein schutz vor herzinfarkt

Auch Östrogen-
Studie gestoppt:

Ebenfalls kein
Schutz vor
Herzinfarkt

 


Präparate ohne Gestagenzusatz schützen gesunde Frauen nach den Wechseljahren nicht vor Herzinfarkten, erhöhen aber leicht das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Mit diesem vorläufigen Ergebnis wurde jetzt in den USA auch die zweite große Teilstudie der „Women´s Health Initiative“ abgebrochen, wie die National Institutes of Health der USA (NIH) heute in einer Pressemitteilung bekannt gaben.

   
 

BETHESDA, 2. März 2004

Die erste Teilstudie mit mehr als 16 000 Teilnehmerinnen war bereits im Sommer 2002 beendet worden, weil die Risiken den Nutzen überwogen hatten, und hatte weltweit zu einer kritischen Neubewertung der Hormontherapie geführt. Im zweiten Teil hatten nun etwa 5 500 durchschnittlich gesunde Frauen fast sieben Jahre konjugierte Östrogene eingenommen, weitere etwa 5 500 Frauen ein Placebo.

Zu den positiven Nachrichten gehört, dass die Therapie das Brustkrebsrisiko während der Dauer der Studie offenbar nicht signifikant erhöht hat und das Risiko von Schenkelhalsfrakturen leicht gefallen ist.

Dennoch wurden die Teilnehmerinnen von den Nationalen Gesundheitsinstituten jetzt in einem Brief aufgefordert, die Einnahme der Medikamente zu beenden. „Das NIH glaubt, dass eine Zunahme des Schlaganfallrisikos für gesunde Frauen in einer Forschungsstudie nicht akzeptabel ist“, heißt es in der Pressemitteilung. Ausführliche Ergebnisse sollen in etwa zwei Monaten veröffentlich werden. Angekündigt ist auch bereits eine zweite Publikation über die Wirkung der Östrogene auf Demenz und Gedächtnis. Nach vorläufigen Daten hatte auch hier die Östrogentherapie eher negative Effekte.

© Deutscher Ärzte-Verlag