| |
Chicago (pte, 05. Apr 2005)
In
einer Suppenküche servierten die Forscher den Probanden
je einen Teller Suppe. Was die Versuchsteilnehmer jedoch nicht
wussten war, dass die Hälfte der Suppenteller speziell präpariert
war. Durch eine kleine Öffnung an der Unterseite der Teller
wurde unmerklich ständig Suppe nachgefüllt. Dadurch aßen die
gelinkten Probanden während der 20-minütigen Mahlzeit um 73
Prozent mehr Suppe, als jene Versuchteilnehmer, die von einem
normalen Teller aßen.
Obwohl die getäuschten Probanden um 113 Kalorien mehr zu sich genommen hatten,
glaubten sie genau so viel wie die Kontrollgruppe gegessen zu haben und fühlten
sich nicht unwohl, sondern ebenso satt wie die Kontrollgruppe.
"Menschen benutzen
ihre Augen, um Kalorien zu zählen. Wir mussten feststellen, dass nicht das einsetzende
Sättigungsgefühl ausschlaggebend war für die Beendigung der Mahlzeit, sondern
vielmehr der leere Teller", erklärte Studienleiter Brian Wansink.
Als Fazit der
Untersuchungsergebnisse hebt Wansink die Bedeutung der Portionsgröße als wesentlicher
Faktor hervor und verweist auf die Gefahr einer Unterschätzung der verzehrten
Kalorienmenge. Er empfiehlt einen einfachen psychologischen Trick: Durch das
Abpacken von großen Produkten in mehrere kleine Gefäße kann man sein Auge ganz
leicht austricksen. So spart man Kalorien bei gleicher Sättigung.
pressetext.austria
|