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Stabile Beziehungen

Stabile Beziehungen
begünstigen Geburt
von Jungen

Lebensumstände der Eltern
haben statistisch relevanten
Einfluss

 


Die Lebensumstände der Eltern während der Empfängnis haben einen Einfluss auf das Geschlecht des Kindes. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des National Bureau of Economic Research gekommen. Verheiratete oder zusammenlebende Eltern bekamen eher Jungen. Die aktuelle Studie basiert auf den Daten von 86.436 Geburten. 51,5 Prozent der Kinder, die zusammenlebenden Eltern geboren wurden, waren Jungen. Die Ergebnisse der Studie wurden in den Proceedings of The Royal Society veröffentlicht.

 
 

New York (pte, 20. Okt 2004)

Obwohl der ermittelte Unterschied nur gering zu sein scheint, ist er im Hinblick auf die Gesamtbevölkerung statistisch signifikant. Demnach bekommen zusammenlebende Paare mit einer 14 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit ein männliches Kind. Diese Zahlen könnten laut den Wissenschaftern den proportionalen Rückgang der männlichen Geburten in der westlichen Welt in den vergangenen 30 Jahren erklären. Frühere Studien legten nahe, dass Frauen, die nicht in stabilen, monogamen Beziehungen leben, seltener Söhne auf die Welt bringen. Darstellungen aus dem 19. Jahrhundert berichten von einem geringeren Prozentsatz von Söhnen nicht verheirateter Frauen. Studien aus Kenia belegen eine ähnliche Tendenz für polygam verheiratete Frauen.

Männliche Embryos sind weniger robust als weibliche. Es könnte daher sein, dass eine stabile Partnerschaft bessere Voraussetzungen bietet. Die leitende Wissenschafterin Karen Norberg erklärte gegenüber BBC News, dass sie den gleichen Effekt in fünf verschiedenen amerikanischen Samples nachweisen konnte. Diese Samples umfassten einen Zeitraum von 40 Jahren und eine Vielzahl ethnischer und sozialer Hintergründe. Diese Ergebnisse bestätigten eine biologisch argumentierende Theorie, die davon ausgeht, dass das Geschlecht des Nachwuchses durch das Umfeld mitbestimmt wird. "Es gibt mehrere mögliche Mechanismen, die diesen Effekt erklären könnten. Faktoren bei der Empfängnis wie der Hormonstatus der Mutter oder des Vaters, das Timing oder die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs."

pressetext.austria

 
 

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