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Stillen nützt gegen Herzkrankheiten

Stillen nützt gemäss
Studie ein Leben lang
gegen Herzkrankheiten

 


Säuglinge haben durch das Stillen nicht nur erhöhte Chancen auf eine gesunde nervliche Entwicklung und Schutz gegen Allergien, sondern auch fürs ganze Leben ein gutes Rüstzeug gegen Herzkrankheiten. Das geht aus einer Studie von Wissenschaftlern des Londoner Instituts für die Gesundheit von Kindern hervor, die in der jüngsten Augabe der Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht wird. Demnach trägt die Muttermilch dazu bei, den Anteil schädlichen Cholesterins im Blut dauerhaft zu drosseln.

 
 

LONDON, 14.05.2004

Das Forscherteam untersuchte unter der Leitung von Atul Singhal 216 Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren, deren Ernährung mit oder ohne Muttermilch bereits in ihrer Säuglingsphase genau erfasst worden war.

Für die Jugendlichen, die gestillt worden waren, ergab sich eine um 14 Prozent günstigere Verteilung zwischen "guten" und "schlechten" Cholesterin-Molekülen. Auch die C-reaktiven Proteine, die für Arterienverkalkung mitverantwortlich sind, fanden sich bei den als Babys gestillten Jugendlichen in geringerer Konzentration.

Die Ernährung der Säuglinge habe einen "dauerhaften Einfluss" auf ihren Stoffwechsel, sagte Singhal. "Unsere Erkenntnisse legen nahe, dass die Ernährung mit Muttermilch erhebliche positive Auswirkungen auf die langfristige Gesundheit von Herz und Kreislauf hat."

Auch sei die Zahl der Versuchspersonen ausreichend gross, um diese Ergebnisse statistisch abzusichern. Im November hatte das "British Medical Journal" die positiven Auswirkungen des Stillens auf den Blutdruck in Zweifel gezogen und zur Begründung auf die zu niedrige Zahl der Versuchspersonen verwiesen.

Diverse Studien kamen aber zu dem Schluss, dass das Stillen in jedem Falle nützlich sei - auch für die seelische Entwicklung von Kindern und gegen die Neigung zum Übergewicht. Einige Wissenschaftler vertreten gar die Ansicht, gestillte Kinder seien nachweislich intelligenter als "Flaschen-Babys".

SF DRS NEWS