| |
Dr. Erik Lykke Mortensen vom Institut für Präventiv-Medizin
am Kopenhagener Kommunehospitalet und Kollegen analysierten
für ihre Kohortenstudie Daten von 3.253 Frauen und Männern,
die zwischen 1959 und 1961 geboren wurden. Die Mütter
gaben Auskunft über die jeweilige Stilldauer, die
Probanden unterzogen sich mit 18 Jahren zwei unterschiedlichen
Intelligenztests
(Wechsler Adult Intelligence Scale [WAIS], Borge Priens Prove
[BPP]).
Nach Adjustierung auf unterschiedlichste Faktoren konnte evaluiert
werden, dass Kinder, die weniger als einen Monat gestillt
worden waren, den niedrigsten IQ (99,4) hatten, wer sieben
bis neun Monate lang Muttermilch genossen hatte, war wies
den höchsten Wert auf (IQ von 106,0). Bei noch längeren
Stillzeiten konnte keine weitere Steigerung des IQ im Erwachsenenalter
registriert werden.
Mortensen und Kollegen fassen zusammen, dass trotz Adjustierung
auf mögliche Faktoren, die die Entwicklung der Intelligenz
beeinflussen könnten, eine signifikant positive Assoziation
zwischen der Dauer der Stillzeit und der Entwicklung der Intelligenz
beobachtet werden konnte.
© 2002 www.medaustria.at
Quelle: JAMA; 2002, 287: 2365-2371
|