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Stressharninkontinenz Nahezu ein Drittel aller
Frauen über 18 leiden unter
Stressharninkontinenz
 


Nahezu ein Drittel aller Frauen leiden unter unfreiwilligem Harnverlust und den damit verbundenen Einschränkungen ihrer Lebensqualität. Allein in Deutschland sind rund 5,5 Millionen Frauen betroffen.

 
 

30.01.03

Das Unternehmen Lilly präsentierte die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung zur weiblichen Harninkontinenz in vier europäischen Ländern.

Nahezu ein Drittel aller Frauen leiden unter unfreiwilligem Harnverlust und den damit verbundenen Einschränkungen ihrer Lebensqualität. Allein in Deutschland sind rund 5,5 Millionen Frauen betroffen. Stressharninkontinenz zählt dabei zu den häufigsten Formen der weiblichen Inkontinenz. Trotz dieser hohen Prävalenzzahlen erfährt gut die Hälfte aller Frauen keine adäquate Behandlung, sondern behilft sich mit Einlagen und anderen Hilfsmitteln. Auch die Frauen, die einen Arzt aufsuchen, werden nur selten operativ oder medikamentös behandelt.

Bei einer repräsentativen Untersuchung zur Prävalenz der weiblichen Harninkontinenz in Frankreich, Spanien, Großbritannien und Deutschland wurden Frauen über 18 Jahre anhand eines Fragebogens zu Symptomen von Inkontinenz befragt. Nahezu ein Drittel aller Frauen gab an, unter unfreiwilligem Urinverlust zu leiden, die Mehrzahl davon seit mehr als zwei Jahren. Es wird daher angenommen, dass ungefähr 5,5 Millionen Frauen in Deutschland, 4 Millionen in Großbritannien, 3 Millionen in Frankreich und rund 1 Millionen Frauen in Spanien unter Formen der Inkontinenz leiden.

Anhand genauer Angaben über die Art der Symptome konnte Stressharninkontinenz – definiert als unfreiwilliger Harnverlust infolge physikalischen Drucks durch Niesen, Husten, Lachen oder körperliche Betätigung – als hauptsächliche Ursache des unkontrollierten Harnverlustes bei Frauen identifiziert werden. Das Durchschnittsalter liegt bei Stressharninkontinenz mit 47,3 Jahren signifikant niedriger als das der Gesamtheit der betroffenen Frauen mit 50,9 Jahren. Häufig kommen auch Mischformen aus Stress- und Drangharninkontinenz vor, die reine Drangharninkontinenz nimmt mit ungefähr drei Prozent nur eine untergeordnete Rolle bei der Entstehung von weiblicher Inkontinenz ein.

Aus den Ergebnissen der Befragung wurde deutlich, dass trotz des hohen Leidensdrucks nahezu die Hälfte aller betroffenen Frauen keine adäquate Behandlung erfährt. In Deutschland behelfen sich über 55 Prozent der Frauen mit Einlagen und anderen absorbierenden Hilfsmitteln. Weniger als ein Drittel der Frauen haben jemals einen Arzt wegen ihrer Inkontinenz aufgesucht. Der Anzahl der Frauen, die sich bereits einer operativen Behandlung unterzogen haben oder eine medikamentöse Therapie erfuhren, ist in allen vier europäischen Ländern mit unter drei Prozent verschwindend gering.

Medikamentöse Therapieoptionen für die Behandlung der Stressharninkontinenz sind noch nicht verfügbar. Neuere klinische Untersuchungen mit dem Wirkstoff Duloxetin weisen darauf hin, dass diese Substanz die Symptome einer Stressharninkontinenz signifikant verbessern kann. Damit können Frauen hoffen, in Zukunft ohne einen invasiven Eingriff ihre Symptomatik medikamentös behandeln zu können.

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Quelle: Uro-Nachrichten online