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Bei den psychischen Beschwerden wie Verstimmung, Reizbarkeit
oder Verlust der Libido war das pflanzliche Präparat
dem Hormonpräparat sogar überlegen.
Selektive Östrogenrezeptormodulatoren (SERM) stellen
eine neue Option bei der Behandlung von Wechselbeschwerden
und der Vorbeugung von Osteoporose dar. Wissenschafter fanden
nun ähnliche Eigenschaften in einer bereits bekannten
Pflanze. Ein Extrakt aus dem Wurzelstock der Traubensilberkerze
(Cimicifuga BNO 1055) hat in pharmakologischen Untersuchungen
physiologische SERM-Aktivitäten gezeigt. Diese Ergebnisse
konnten nun erstmals in einer randomisierten Doppelblindstudie
bestätigt werden.
Studienleiter Dr. Wolfgang Wuttke, von der Abteilung für
Klinische und Experimentelle Endokrinologie der Universität
Göttingen, schließt daraus, dass Cimicifuga BNO
1055 bisher noch nicht identifizierte Phytoestrogene enthalten,
die eine positive Wirkung auf den Hypothalamus ausüben
und auf diese Weise Hitzewallungen lindern. Gleichzeitig wirken
die Phytoestrogene am Knochen einer Osteoporose entgegen,
zeigen aber kein erhöhtes Risiko für die Entstehung
eines Endometriumkarzinoms.
© 2003 www.medaustria.at
Quelle: Phpd 2/03 vom 15.1.2003
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