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Kopenhagen (pte/18.04.2008)
Die von den Dänen ausgewerteten Studien umfassen sowohl kranke als auch gesunde Menschen, die entweder als Begleittherapie oder zur Vorbeugung gegen Krankheiten Nahrungsergänzungsmittel zu sich genommen haben. Vorteile der Einnahme von Supplementen habe man für gesunde Menschen nicht ausmachen können. Die Wissenschaftler haben aber ein um 16 Prozent erhöhtes Sterblichkeitsrisiko bei Menschen festgestellt, die regelmäßig Vitamin A einnehmen. Bei Beta-Caroten war das Risiko um sieben Prozent erhöht, bei Vitamin E um vier Prozent. Es sei allerdings unklar, warum die Nahrungsergänzungsstoffe diese Auswirkungen habe. Das Forscherteam nimmt an, dass sie auf die natürlichen Körpermechanismen einwirken könnten. Beta-Caroten beeinflusse so möglicherweise die Fettnutzung des Körpers. Bjelakovic fügte aber gleichzeitig hinzu, dass weitere Studien nötig seien.
"Derartige Wirkungen von Nahrungsergänzungsmitteln sind uns nicht bekannt", sagt Andrea Hofer, Pressesprecherin der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung, im Gespräch mit pressetext. "Es gilt aber grundsätzlich, dass gesunde Menschen keine Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen sollten." Vielmehr sei es sinnvoll über eine ausgewogene Ernährung dem Körper die benötigten Vitamine zukommen zu lassen. Für bestimmte Personengruppen oder in bestimmten Lebenssituationen, beispielsweise im Alter oder in der Schwangerschaft, sei die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln dennoch ratsam. Im vorangeschrittenen Alter könne so die Abwehrkraft und das Immunsystem unterstützt werden. Aber auch hier sei es wichtig, die Supplementierung mit dem Arzt abzusprechen und nur geringe Dosen einzunehmen. "Generell besteht aber gar keine Notwendigkeit für den gesunden Erwachsenen überhaupt Vitamine in isolierter Form zu sich zu nehmen", so Hofer.
pressetext.austria
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