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Obwohl
die zur Zeit geltenden Richtlinien darauf hinweisen, dass
der
Zeitraum zwischen
Papanicolaou-Abstrichen
bei Frauen mit geringem Risiko nach einem zuvor negativen
Testergebnis auf bis zu drei Jahre ausgedehnt werden kann,
ist nicht genau
bekannt, welches zusätzliche Risiko für ein Zervixkarzinom
entsteht, wenn die Vorsorgeuntersuchung seltener als einmal
jährlich durchgeführt wird.
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02.04.04
US-Wissenschafter der University
of California in San Francisco (G. Sawaya, K. McConnell,
S. Kulasingam et al.) untersuchten
die Prävalenz von Gebärmutterhalsneoplasien, die durch Biopsie
bestätigt waren, bei 938.576 Frauen unter 65 Jahren, stratifiziert
nach der Anzahl früherer Papanicolaou-Abstriche mit negativem
Testergebnis.
Mit Hilfe eines Modells nach Markov zur Schätzung
der Rate, bei der sich Dysplasien zu einem Karzinom entwickeln,
wurde das Krebsrisiko innerhalb von drei Jahren nach einem
oder mehreren negativen Papanicolaou-Abstrichen sowie die Anzahl
zusätzlicher Papanicolaou-Abstriche und kolposkopischer Untersuchungen,
die erforderlich wären, um einen Krebsfall in einem bestimmten
Zeitraum zwischen den Vorsorgeuntersuchungen zu verhindern,
geschätzt.
Bei 31.728 Frauen im Alter zwischen 30 und 64 Jahren
und drei oder mehr konsekutiven negativen Testergebnissen betrug
die Prävalenz zervikaler intraepithelialer Neoplasien von Grad
2, die durch eine Biopsie bestätigt waren, 0,028%, und die
Prävalenz von Neoplasien von Grad 3 betrug 0,019%. Keine der
Frauen hatte ein invasives Zervixkarzinom.
Nach dem Modell
betrug das geschätzte Krebsrisiko bei Durchführung einmal jährlicher
Papanicolaou-Abstriche für drei Jahre 2:100.000 für Frauen
im Alter zwischen 30 und 44 Jahren, 1:100.000 für Frauen zwischen
45 und 59 Jahren und 1:100.000 für Frauen zwischen 60 und 64
Jahren.
Diese Risiken lägen bei 5:100.000, 2:100.000 bzw. 1:100.000,
wenn die Vorsorgeuntersuchung drei Jahre nach dem letzten negativen
Testergebnis nur einmal durchgeführt würde.
Um einen zusätzlichen
Krebsfall durch eine einmal jährliche Vorsorgeuntersuchung
von 100.000 Frauen für drei Jahre, anstatt einer Vorsorgeuntersuchung
drei Jahre nach dem letzten negativen Testergebnis, abwenden
zu können, müssten durchschnittlich 69.665 zusätzliche Papanicolaou-Abstriche
und 3.861 kolposkopische Untersuchungen bei Frauen zwischen
30 und 44 Jahren und durchschnittlich 209.324 zusätzliche Papanicolaou-Abstriche
und 11.502 kolposkopische Untersuchungen bei Frauen zwischen
45 und 59 Jahren durchgeführt werden.
Die Wissenschafter rechnen
vor, dass im Vergleich mit der jährlichen Vorsorgeuntersuchung
für drei Jahre eine einmalige Vorsorgeuntersuchung drei Jahre
nach dem letzten negativen Testergebnis bei Frauen zwischen
30 und 64 Jahren mit drei oder mehr konsekutiven negativen
Testergebnissen im Papanicolaou-Abstrich mit einem durchschnittlichen überschüssigen
Risiko für Zervixkarzinom von ca. 3:100.000 verbunden ist.
© 2004 www.medaustria.at
Quelle: N Engl J
Med 2003;349:1501-9.
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